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Weitere Hinweise rund um's Nähen, Quilten, Bügeln und das richtige Garn

 

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Hinweise zum Bügeln

Hinweise zu Garne

Freihandquilten mit der Nähmaschine

 

 

Bügeln? Iiiiih!

Schau dir das Schnittmuster an und lies dir die Schritte durch. Meistens kannst du viele Stoffstücke zusammennähen und dann einen ganzen Stapel bügeln und dann weiter nähen und wieder alles bügeln. Klingt kompliziert und bügeln ist nicht dein Ding? Meins auch nicht! Daher mache ich das so wenig wie möglich, aber: es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn man die Stoffstücke auf eine bestimmte Weise zusammen genäht hat und sie dann auseinander bügelt. Dabei entstehen so tolle Sachen, dass selbst das Bügeln Spaß macht!

Precuts solltest du auch vor dem Vernähen dampfbügeln. Dann bist du ganz sicher, dass die Stoffe bei deinem Projekt nicht mehr einlaufen. Precuts werden niemals vor dem Nähen gewaschen!

 

Garn: Baumwolle oder Polyester, das ist hier die Frage…

Wer seine Sachen heiß bügeln will, sollte immer ein reines Baumwollgarn verwenden. Kunststoff schmilzt bei zu großer Hitze und im schlimmsten Fall gehen mühsam erstellte Quiltnähte wieder auf, Garnrückstände brennen sich in den Stoff und auf dein Bügeleisen.

Bei uns findest du reine Baumwollgarne von Aurifil. Die Spulen sind sehr ergiebig. Kleine und große Quilt- und Näharbeiten sind gut zu händeln.   

Mit dem Garn der Stärke 40 und 50 kannst du alles normal nähen und auch mit der Nähmaschine quilten. Es ist sehr reißfest und es entwickeln sich so gut wie nie Knoten.Je höher die NE-Zahl bei den Garnen, desto dünner der Faden. Also Garn mit der NE-Zahl 40 ist dicker als das Garn mit der NE-Zahl 50.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist, das Quiltarbeiten, die mit Baumwollfäden gequiltet wurden länger halten, da sie beim Waschen nicht den Stoff aufreiben.  Kunststofffäden reiben nach einer Zeit die Baumwolle kaputt und es entstehen Löcher im Baumwollstoff.

Außerdem: benutze niemals Handquiltgarn in deiner Nähmaschine! Das Handquiltgarn ist meistens gewachst, damit es besser durch die 3 Stofflagen gleiten kann. Das Wachs würde deine Nähmaschine ruinieren.

Noch ein Tipp zum Garn: Wenn du bei deiner Nähmaschine das Garn auf zwei unterschiedliche Weisen abspulen kannst, dann nutze die Gelegenheit. Schau dir die Spule genau an und erkenne, wie der Faden aufgewickelt ist. Ist er immer über Kreuz gewickelt, sollte die Garnspule besser liegen. Wenn der Faden gerade aufgewickelt ist, besser in der senkrechten Position abwickeln lassen. Dadurch wird die Knotenbildung erheblich verringert.

 

Freihandquilten mit der Nähmaschine

Dafür brauchst du einen Stopffuß für deine Nähmaschine. Dieser ist meistens im Lieferumfang mit enthalten. Falls nicht, kannst du auch einen Quiltfuß kaufen. Außerdem benötigst du eine Stick- oder Quiltnadel für die Nähmaschine (findest du in den meisten allgemeinen Packungen für Nähnadeln unter dem Namen „Embroidery“).
Dies ist wichtig, denn die Spitze der Nadel ist spitzer und kommt so besser durch alle Stofflagen durch. Das Nadelöhr ist etwas größer als bei den normalen Nadeln, damit auch etwas dickere Fäden besser durch gleiten können und keine Knoten entstehen.

Grundsätzlich sollte man außerdem darauf achten, dass man zum Freihandquilten hochwertiges Garn verwendet, damit es nicht so schnell reißt. Der Unterfaden darf etwas dünner sein, als der Oberfaden, aber nie umgekehrt. Meistens ist es am besten, wenn Ober- und Unterfaden gleich sind von Farbe und auch Dicke.

Bevor es nun losgeht, wird die Fadenspannung runter gestellt und der Untertransporteur versenkt. Falls du den Transporteur nicht versenken kannst, kleb eine dicke Folie ( z.B. eine Klarsichthülle) mit Klebestreifen über den Untertransporteur.

Du solltest einen normalen Gradstich einstellen. Die Stichlänge ist egal, da Du durch Deine Bewegung des Stoffes bestimmst, wie lang die Stiche werden. Übe am besten an ein paar Probestücken und überlege dir vorher, was für ein Muster gut zu Deiner Arbeit passt. Mit Papier und Stift kann man auch gut üben.

Nun kann es losgehen. Leg den Stoff unter das Füßchen und senke ihn nach Anleitung deiner Nähmaschine ab. Bei manchen Maschinen wird der Fuß nur halb abgesenkt, bei manchen gar nicht und das Füßchen reguliert den Druck. Als erstes holst du den Unterfaden durch die Stoffschichten nach oben, damit auf der Rückseite keine unschönen Knubbel entstehen. Nun verriegelst du die Naht mit ein paar Vor- und Rückwärstsstichen, indem du den Stoff nur ganz kurz vor und zurück bewegst. Nun gibst du erst Gas und fängst dann an den Stoff zu bewegen. Immer schön gleichmäßig und nicht zu schnell, sonst werden die Stiche zu lang und das Muster sieht "eckig" aus. Wenn du stoppst, immer erst mit der Bewegung aufhören und dann den Fuß vom Gas. Wenn du bei deiner Nähmaschnie einstellen kannst, dass die Nadel unten ist, wenn du stoppst, ist das an dieser Stelle eine sehr sinnvolle Funktion. So kannst du Pause machen und musst keine Angst haben, dass der Stoff verrutscht.

Generell gilt beim Freihandquilten: Übung macht den Meister!